Wenn es viele braucht.

Komplexe Veränderungen gelingen nicht allein.
Ob in Organisationen, Institutionen oder Kommunen: Wir machen sichtbar, was schon da ist – Erfahrung, Wissen und Bereitschaft – und bringen Menschen in gemeinsames Handeln.

Uns kennenlernen
Jeden Freitag

offene Tür

Wer wir sind

Das Institut für
praktische Emergenz

Wir sind ein unabhängiger ThinkPlayDoTank rund um Themen des gesellschaftlichen Wandels und Organisationsentwicklung sowie Partner für Innovation, Strategie und Umsetzung im Kontext komplexer Herausforderungen.

Was wir tun

Wir glauben:
Es geht nur gemeinsam.

Oder etwas theoretischer ausgedrückt: Um der Komplexität im Außen zu begegnen, braucht ein System die entsprechende Komplexität auch im Innen. Sprich, es braucht viele unterschiedliche Perspektiven, Fähigkeiten, Erfahrungen und Hintergründe. Die gilt es zusammenzubringen, so dass das ganze System mit komplexen Herausforderungen umgehen kann. Das machen wir konkret, indem wir lebendige Netzwerke und zweite Kreise entwickeln, zu Communities forschen, Veranstaltungen gestalten, Transformationsprozesse begleiten und unser Wissen in Ausbildungen weitergeben.

Warum Emergenz

Das Neue lässt sich nicht verordnen. Aber man kann Bedingungen schaffen, in denen es entsteht.

Tyson Yunkaporta (Sand Talk)

Wir wissen:
Mehr ist anders.

Die Herausforderungen für Organisationen, Kommunen und Gesellschaften werden nicht nur größer, sondern komplexer: mehr Abhängigkeiten, mehr Unsicherheit, mehr Wechselwirkung. Und je komplexer die Herausforderung, desto hilfreicher das Prinzip der Emergenz: Sie beschreibt, wie in lebendigen Systemen im Zusammenspiel Neues entstehen kann – neue Muster, überraschende Lösungen, brauchbare Antworten.

Wir arbeiten mit Modellen, die helfen, solche Dynamiken zu verstehen und praktisch damit umzugehen: dem Berkana Two-Loop-Modell für Übergänge zwischen alten und neuen Systemen, dem Adjacent Possible für machbare nächste Schritte, dem Ashbyschen Gesetz der erforderlichen Vielfalt, sozialen Kipppunkten und Ansätzen zu sozialen Feldern, Resonanz und lebendigen Systemen. Nicht als Theorieprogramm, sondern als Werkzeugkasten für echte Veränderungsprozesse.

Emergenz lässt sich nicht kontrollieren oder verordnen. Sie braucht Bedingungen, in denen Menschen anders wahrnehmen, sich anders verbinden und anders handeln können. Genau hier liegt unsere Arbeit: Wir gestalten Prozesse, Räume und Experimente, in denen aus Vielfalt Orientierung entsteht und aus Komplexität gemeinsame Handlungsfähigkeit.

Mit uns arbeiten

Wir machen wirksam, was schon da ist.

Wir machen sichtbar, wo Veränderung schon beginnt, und helfen, daraus gemeinsames Handeln wachsen zu lassen: durch die Entwicklung lebendiger Netzwerke oder als Critical Friends für bestehende Communities.

Entwicklung lebendiger Netzwerke / Communities von Grund auf

  • Ein Magnetthema finden, das Menschen verbindet und vorhandene Bewegung bündelt.
  • Formate konzipieren und moderieren, die Resonanz erzeugen und erste gemeinsame Schritte ermöglichen.
  • Einen zweiten Kreis entwickeln: Menschen, die Verantwortung übernehmen und das Netzwerk mittragen.
  • Wachstum begleiten: mit passender Kommunikation, guten Routinen und kontinuierlicher Pflege.
  • Aus einzelnen Impulsen eine Bewegung machen, die Transformation anschiebt.

Stärkung und Wirksamkeit für bestehende Netzwerke / Communities

  • Klären, wo Energie ist, was hakt und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.
  • Themen, Einladungen und Narrative schärfen, damit mehr Menschen andocken.
  • Passende Formate entwickeln: Events, Arbeitsroutinen und Beteiligung, die genutzt wird.
  • Netzwerk-Choreografie, Rollen, Tools und Kommunikation gezielt verbessern.
  • KI und digitale Werkzeuge so einsetzen, dass sie Zusammenarbeit unterstützen, nicht überlagern.

Ob neues Netzwerk oder bestehende Community: Der nächste Schritt beginnt mit einem Gespräch.

Gespräch vereinbaren
Aufbau bei der Open-Air-Veranstaltung Klimafrühling: Menschen richten unter einem Pavillon eine Ausstellung ein, im Hintergrund ein Banner der Veranstaltung

Projektbeispiele

Vom Funken zur Bewegung

Aktivierende Formate für kommunales Engagement

Für eine Kommune konzipieren und begleiten wir im Rahmen des Klimafrühlings ein Format, das Menschen vor Ort niedrigschwellig erreichen und zur Mitwirkung einlädt. Die Veranstaltung schafft erste Kontakte, macht gemeinsame Themen sichtbar und zeigt, wo Bereitschaft zum Engagement entsteht. So werden aus einzelnen Impulsen konkrete nächste Schritte, kleinere Arbeitsgruppen und neue Möglichkeiten für gemeinsames Handeln in der Kommune.

Für wen?
Für Kommunen, die ihre Bewohnerschaft aktivieren wollen
Menschen bei einem Beteiligungsformat im Austausch, die gemeinsam Ideen entwickeln

Projektbeispiele

Vom Ich zum Wir zum Wirken

Entwicklung resilienter Communities für kollektive Handlungsfähigkeit

Wir begleiten Gemeinden, Städte und Organisationen dabei, Menschen vor Ort einzubinden und vorhandene Potenziale sichtbar zu machen. Aus einzelnen Perspektiven entstehen gemeinsame Themen, aus Beteiligung kann Verantwortung wachsen. So werden lokale Energie, Wissen und Beziehungen zur Grundlage für resiliente Communities und kollektive Handlungsfähigkeit.

Für wen?
Für Kommunen, die Innovationskraft und Selbstverantwortung in der Bewohnerschaft freisetzen wollen
Drei Frauen an einem Holztisch entwickeln mit Bildkarten und Notizzetteln gemeinsam Ideen für ein Netzwerk

Projektbeispiele

Von vielen Perspektiven zu gemeinsamer Wirkung

Begleitung einer DACH-weiten Initiative für Bodengesundheit

Wir begleiten eine DACH-weite Bodeninitiative dabei, als lebendiges Netzwerk wirksam zu werden. Menschen aus Wissenschaft, Innovation, Politik, Recht, Kunst, Kultur und Philosophie kommen zusammen, um Bodengesundheit sichtbar zu machen, Perspektiven zu verbinden und konkrete Projekte zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht nicht der einzelne Nutzen, sondern die gemeinsame Frage, wie das Netzwerk dem Thema dienen und dem Boden eine starke Stimme geben kann.

Für wen?
Für Netzwerke, die sich eine lebendige Community und Wirksamkeit für ein gemeinsames Thema wünschen.
Vielfältige Gruppe von Menschen mit Namensschildern im angeregten Austausch bei einer Veranstaltung

Projektbeispiele

Von lokalen Bedarfen zur Smart-City-Strategie

Aufbau einer Bottom-up-Community für die Smart-City-Transformation

In Zusammenarbeit mit dem Smart City Büro der Stadt Kassel entwickeln wir einen Bottom-up-Ansatz für die Smart-City-Transformation. Aus den Stadtteilen heraus werden Ideen aus der Bewohnerschaft gesammelt, relevante Akteure zusammengebracht und lokale Bedarfe sichtbar gemacht. Workshops und moderierte Stadtteil-Labore werden zum Ausgangspunkt einer dauerhaften Smart-City-Community.

Für wen?
Für Kommunen, die Digitalisierung gemeinsam mit ihrer Bürgerschaft gestalten wollen
Luftbild einer grüneren Großstadt mit begrünten Dächern, Parks und Fluss, Skyline im Hintergrund

Projektbeispiele

Vom Ressort zur Allianz

Abteilungsübergreifende Kreise für den Klimawandel in der Verwaltung

Für die Verwaltung einer deutschen Großstadt entsteht eine Klimaallianz: Nach der Identifikation der zentralen Interessengruppen bildet sich ein zweiter Kreis als Kernteam aus Führungspersonen und Fachleuten der Ressorts, ergänzt um einen zweiten Kreis unter den Mitarbeitenden der betroffenen Abteilungen. Aus einem gemeinsamen Kick-off-Workshop wachsen drei abteilungsübergreifende Kreise auf verschiedenen Hierarchieebenen – vom Projektteam über ein Führungsteam bis zu einem Leitungsteam, das Vertrauen aufbaut, voneinander lernt und gemeinsam entscheidet.

Für wen?
Für Verwaltungen, die abteilungsübergreifend Wandel anstoßen wollen
Zwei Frauen im Gespräch an einer Moderationswand voller Haftnotizen während eines Workshops

Projektbeispiele

Von der Bestandsaufnahme zum Reset

Selbstorganisierte Innovationslabore nach Sanierung und Führungswechsel

Für einen IT-Dienstleister einer Großstadt begleiten wir offene Beteiligungsformate nach einer Phase tiefgreifender Veränderung. Mitarbeitende bringen freiwillig ihre Perspektiven ein, benennen Schwachstellen und entwickeln in selbstorganisierten Innovationslaboren konkrete Verbesserungen für Prozesse, Technologie und Produkte. In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat werden die Ergebnisse in die Organisation zurückgespielt und schaffen die Grundlage für einen gemeinsamen Neustart.

Für wen?
Für Organisationen, die nach Umbrüchen Selbstverantwortung und Innovationskraft aktivieren wollen.
Gruppe von Fachleuten mit Namensschildern arbeitet an einem runden Tisch bei einem interaktiven Konferenzformat zusammen

Projektbeispiele

Von der Agenda zur Aktivierung

Aktivierende und identitätsstiftende Veranstaltungsformate für internationale Fachcommunities

Für ein internationales Netzwerk von Versicherern konzipieren und moderieren wir Konferenzformate, die Teilnehmende nicht nur informieren, sondern aktiv einbinden. Gemeinsam mit dem Auftraggeber entwickeln wir relevante Themen, dramaturgisch starke Programme und interaktive Methoden, die Austausch ermöglichen, Schwarmwissen sichtbar machen und Verbindung zwischen den Mitgliedern schaffen. Für Events, die in Erinnerung bleiben, Identifikation stärken und fachliche Impulse über den Tag hinaus wirksam machen.

Für wen?
Für Netzwerke, die sich Veranstaltungen mit Beteiligung, Vernetzung und echter Wirkung wünschen.
Diverses Team im Workshop: eine Person heftet Ideen an eine Wand voller bunter Haftnotizen, Kolleginnen und Kollegen arbeiten mit Laptops am Tisch zusammen

Projektbeispiele

Vom Steuern zum Mitnehmen

Aktivierung von Mitarbeitenden für gemeinsame Transformation

Wir begleiten Organisationen, die vor tiefgreifenden Veränderungen stehen und merken, dass zentrale Steuerung allein nicht ausreicht. Gemeinsam mit Führung und Mitarbeitenden entwickeln wir Formate, die Orientierung geben, Beteiligung ermöglichen und Menschen ermutigen, Verantwortung für Veränderung zu übernehmen. So kommt Bewegung in die Organisation: nicht als verordneter Wandel von oben, sondern als gemeinsamer Prozess, der Energie, Ideen und Handlungsfähigkeit im Unternehmen stärkt.

Für wen?
Für Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden in der Transformation mitnehmen wollen
Projektbeispiel
Entwicklung eines neuen Aftersales-Kernprozesses für einen deutschen Automobilhersteller

Wir stellen uns vor

Die Menschen dahinter

Rike Pätzold, M.A.

Rike Pätzold, M.A.

Rike Pätzold berät, schreibt und lehrt zu lebendigen Netzwerken, Communities, Emergenz und dem Umgang mit Ungewissheit. Sie interessiert sich dafür, wie Bewegungen beginnen, wie Energie in Systemen entsteht und wie aus einzelnen Impulsen gemeinsames Handeln wird. Geprägt ist ihr Denken vom Daoismus und dem Konzept des Situationspotenzials: Möglichkeiten erkennen, die bereits am Entstehen sind. Rike hat ein Buch über Ungewissheit geschrieben, hat Sinologie, Japanologie und Sprachphilosophie studiert und mehrere Jahre in Taiwan gelebt. Wie Zusammenarbeit unter Druck gelingt, hat sie als Blauwasserseglerin bei einer Nordatlantik-Umrundung gelernt, auf der sie an den ruhigeren Tagen am liebsten Science Fiction gelesen hat. Heute lebt sie zwischen München und dem Boot.

Vanessa Ludewigs

Vanessa Ludewigs

Vanessa Ludewigs interessiert der Aufbau von Netzwerken – Menschen zusammenzubringen, die gemeinsam Neues gestalten können. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich damit, wie sich Systeme und Organisationen neu denken lassen. Besonders Gruppen und wie sie zusammenarbeiten, faszinieren sie, und die Frage, wie sie sich unterstützen lassen. Vanessa ist ausgebildete Industriekauffrau, und hat einen MBA in Change-Management und viele Jahre Erfahrung in der klassischen Unternehmensberatung. Dabei waren Change und Transformation schon immer ihre Steckenpferde. Gemeinsam mit Kerstin Gollner leitet sie EQU:WIN und liebt es, anspruchsvolle und komplexe Projekte anzugehen, umzusetzen und zu leiten.

Kerstin Gollner

Kerstin Gollner

Kerstin Gollners Passion sind Veränderungsmanagement, Organisationsentwicklung und Transformationsprozesse. In diesem Feld arbeitet sie seit 30 Jahren und begleitet große und komplexe Veränderungen in Unternehmen. Als Geschäftsführerin von EQU:WIN stellt sie heute ihre Erfahrung in den Dienst von Organisationen, Städten und Kommunen, um diejenigen Veränderungsdynamiken anzustoßen, die notwendig sind, um mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit fertig zu werden. Mit dem Thema Emergenz und soziale Dynamiken beschäftigt sie sich seit dem Studium. Kerstin Gollner hat einen PhD in Ökologischer Ökonomie. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Unsere Partner

Lena Tünkers

Lena Tünkers

Lena Tünkers beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen und Organisationen mit unvorhersehbaren Zukünften umgehen können – und wie in solchen Situationen neue Möglichkeiten entstehen. In ihrer Arbeit verbindet sie strategisches Denken aus ihrem Hintergrund in Innovation und Futures Studies mit einer künstlerischen Sensibilität, die aus ihrer Leidenschaft für Musik und Tanz gewachsen ist. Zugleich prägen Experimentierfreude und eine pragmatische Macher-Mentalität ihre Herangehensweise. Lena ist in Düsseldorf geboren und lebt heute in Zürich. Sie hat bereits auf mehreren Kontinenten gelebt, was ihre Neugier auf Menschen, Kulturen und das Unbekannte nachhaltig geprägt hat.